GRIP Trainingssystematik · Sebastian Kneifel

Wer prüft was?GGefühl: spürt der Athlet selbstRRhythmus: beurteilt der TrainerIIdealposition: beurteilt der TrainerPPower: kommt dazu, sobald das Gefühl des Athleten und das Urteil des Trainers zu Rhythmus und Position zusammenpassenTrainingssystematik

Vier Stufen für die Entwicklung neuer Übungen

G

Gefühl

Den Zweck der Übung spüren.

Der Athlet soll zunächst ein Gefühl für die Übung bekommen und den beabsichtigten Zweck der Übung fühlen (z. B. Hüftstreckung) – den Sinn der Übung spüren.

R

Rhythmus

Die Übung im vorgegebenen Rhythmus ausführen und ihn später variieren können.

Fast jede Übung hat einen (vorgegebenen) Rhythmus, der manchmal auch innerhalb einer Übung variabel ist. Ziel ist es, das Gefühl für den Zweck der Übung im vorgegebenen Rhythmus zu absolvieren und im weiteren Verlauf auch den Bewegungsrhythmus je nach Vorgabe variabel ändern zu können.

I

Idealposition

Die geforderte Position einnehmen.

Mit dem Gefühl für den Zweck der Übung und dem vorgegebenen Rhythmus rücken im nächsten Schritt die richtigen Positionen in den Vordergrund (z. B. Schulter über der Hüfte, leichte Körperrücklage, gestrecktes Knie oder flacher Fuß).

P

Power

Belastung steigern, sobald die vorangegangenen Stufen weitestgehend beherrscht werden. Je nach Übung über mehr Krafteinsatz, Höhe, Anlauf oder Last.

Power meint die Progression der Belastung. Bei Technik und Sprüngen heißt das mehr Krafteinsatz, Druck, Höhe, Anlauf oder Fallhöhe; im Krafttraining vor allem mehr Last. Gesteigert wird, wenn alle vorangegangenen Elemente weitgehend beherrscht werden. Wichtig: Es ist nicht immer notwendig, dass alles Vorangegangene in Perfektion funktioniert.

Weiter, sobald die Stufe trägt. Perfekt muss sie nicht sein.

Systematiken

NAnlauf im HochsprungPhasen, Anlaufaufbau und neun Werkzeuge vom Kurvenlauf bis zum Wettkampfanlauf. AAbsprung im HochsprungFünf methodische Stufen für geschwindigkeitsorientierte Springer, von der Gangschule bis zum Steigehopser. SSprungkraft im HochsprungAllgemeine und spezielle Sprungkraft, Belastungsleiter, Plyometrie und Krafttraining nach GRIP.

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